Globalstrahlung & Sonnenstunden in Deutschland: So viel PV-Ertrag bringt Ihr Standort
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Globalstrahlung & Sonnenstunden in Deutschland: So viel PV-Ertrag bringt Ihr Standort

„Lohnt sich Photovoltaik bei uns im Norden überhaupt?” – diese Sorge hält sich hartnäckig. Dabei zeigt ein Blick auf die Zahlen: Der Standort macht weniger Unterschied, als viele glauben. Entscheidend ist, was Sie aus dem konkreten Dach herausholen.

Globalstrahlung: das Sonnenangebot in Deutschland

Die Globalstrahlung beschreibt, wie viel Sonnenenergie pro Jahr auf einen Quadratmeter Fläche trifft – gemessen in Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²). In Deutschland liegt sie zwischen rund 1.000 kWh/m² im Norden und etwa 1.250 kWh/m² im Süden. Im Mittel waren es zuletzt rund 1.100 kWh/m² pro Jahr, mit leicht steigender Tendenz.

Grob gilt: Schleswig-Holstein und einige Mittelgebirgslagen bilden mit etwa 1.000 bis 1.050 kWh/m² das untere Ende, Südbayern mit bis zu rund 1.250 kWh/m² das obere. Dazu kommen im Schnitt etwa 2.000 Sonnenstunden pro Jahr.

Vom Sonnenangebot zum Stromertrag

Für die Praxis zählt der spezifische Ertrag: Wie viel Strom erzeugt eine Anlage pro installiertem Kilowatt-Peak (kWp)? In Deutschland sind das typischerweise 900 bis 1.100 kWh pro kWp und Jahr.

Ein Rechenbeispiel mit einer 10-kWp-Anlage:

  • Norddeutschland: rund 9.000 kWh pro Jahr
  • Süddeutschland: bis zu etwa 11.000 kWh pro Jahr

Der Unterschied von Nord nach Süd liegt also bei rund 15 bis 20 Prozent – spürbar, aber kein Grund, im Norden auf Solarstrom zu verzichten.

Warum das Dach mehr zählt als die Region

Hier kommt der eigentliche Punkt: Ausrichtung, Dachneigung und vor allem Verschattung beeinflussen den Ertrag oft stärker als die regionale Einstrahlung. Ein perfekt geplantes Dach in Hamburg schlägt ein verschattetes, schlecht belegtes Dach in München locker.

Drei Faktoren entscheiden über den realen Ertrag:

  • Ausrichtung und Neigung der Module
  • Verschattung durch Bäume, Gauben oder Nachbargebäude
  • Belegung – wie viel verschattungsfreie Fläche tatsächlich nutzbar ist

So wird die Ertragsprognose verlässlich

Eine seriöse Prognose kombiniert die regionale Einstrahlung mit den exakten Daten Ihres Dachs. Genau hier liegt die Stärke eines maßhaltigen 3D-Modells aus Drohnenaufnahmen: Es liefert Fläche, Neigung und Höhe aller Aufbauten zentimetergenau. Darauf simulieren Sie die Verschattung über den Jahresverlauf und berechnen den Ertrag realistisch – statt mit groben Schätzungen aus einem flachen Luftbild.

Wie aus Drohnenbildern ein präzises Modell entsteht, lesen Sie im Beitrag 3D-Modell aus Drohnenaufnahmen erstellen.

Fazit

Der Standort gibt den Rahmen vor – Süddeutschland liefert etwas mehr, der Norden lohnt sich trotzdem. Über den tatsächlichen Ertrag entscheidet das konkrete Dach. Wer es exakt vermisst und am 3D-Modell plant, holt an jedem Standort das Optimum heraus.

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